Black Pigeon freitags wieder geöffnet

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Nachdem wir ein paar Wochen Türverkauf gemacht haben, freuen wir uns, euch mitteilen zu können, dass wir ab diesen Freitag, den 19.6.2020, freitags wieder regulär von 13-19 Uhr geöffnet haben werden! Auch wenn unser sonstiges Programm noch immer auf Eis liegt, haben wir uns entschlossen, für den Verkauf zu öffnen. Auch als Foodsharing-Anlaufpunkt werden wir wieder fungieren.

Wenn ihr vorbeikommt, denkt daran, euren Mund-Nasen-Schutz mitzuhaben und im Laden zu tragen. (Wenn ihr Erkältungssymptome habt, betretet den Laden bitte nicht.) Auch wird die Anzahl der Besucher*innen, die sich im Laden aufhalten dürfen, begrenzt sein. Trotzdem freuen wir uns sehr über die Öffnung und auf euren Besuch! 🙂

Black Liberation

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Capitalism makes us slaves. Racism makes us ignorant of our enslavement. In unserem Laden bieten wir eine Auswahl an Büchern zu den Themen Antirassismus, Schwarzer Feminismus, Antifaschismus und verwandten Themen an. Außerdem bestellen wir eure Bücherwünsche gerne, falls wir sie nicht im Bestand haben.

Hier nur zwei Empfehlungen:

Exit RACISM von Tupoka Ogette: Lest dieses Buch, wenn ihr rassismuskritisch denken lernen wollt!

Zami von Audre Lorde: Diese Mythobiografie der bedeutenden amerikanischen Lyrikerin ist ein Klassiker des Schwarzen Feminismus. Lorde beschreibt darin ihr Aufwachsen in New York als Tochter karibischer Eltern und ihr Leben als Schwarze Lesbe.

Kommt freitags zwischen 15 und 19 Uhr vorbei um zu schmökern! Oder schreibt uns gerne eine Mail um Bücher zu bestellen, wenn es euch nicht möglich ist, zu uns zu kommen.

Read, Live, Fight!

Black Pigeon öffnet wieder – mit Kioskverkauf!

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Erster Schritt in Richtung regulärer Öffnung

Seitdem wir beschlossen haben erstmal weiterhin geschlossen zu bleiben, haben sich die Fallzahlen zumindest in Deutschland deutlich dezimiert, inzwischen gibt es nur noch ungefähr 10.000 mit fallender Tendenz. Das Risiko ist natürlich damit noch nicht gebannt und wie wir sehen, gibt es immer wieder aufkommende Infektionsherde.


Wir haben uns daher entschlossen uns einen kleinen Schritt Richtung normaler Öffnung zu nähern und haben ab diesen Freitag zumindest einen Türverkauf. Dabei achten wir natürlich weiterhin auf die üblichen Hygienevorschriften.


Also kommt gerne freitags zwischen 15-19 Uhr vorbei, falls ihr Kaffee, Bücher oder vegane Lebensmittel aus unserem Sortiment braucht. Gerne könnt ihr auch vor Ort euch Bücher bestellen oder abholen oder auch weiterhin per Mail und/oder Lieferung.

Der 1. Mai zu Zeiten von Corona

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Der 1. Mai in Zeiten von Corona

So wie dieses Jahr hat wahrscheinlich noch kein 1. Mai in der Geschichte ausgesehen.

Während vom Demonstrationsrecht kaum Gebrauch gemacht werden kann, ist es möglich in Einkaufspassagen dem Konsum zu frönen. Fraglich ist, ob diese Lockerungen zur Zeit sinnvoll sind.

Fest steht, dass es rücksichtsvolle, als auch dezentrale Arten gibt, Protest nach außen zu tragen.

In diesem Fall verweisen wir gerne auf den Initiativenkreis 1. Mai, welcher zu einer Kundgebung um 12 Uhr, am Sonnenplatz aufruft.

“Die Corona-Krise verändert gerade auf vielfältige Weise unser aller Leben. Trotzdem sind die Auswirkungen nicht für alle gleich: Viele verlieren ihre Jobs und müssen trotzdem weiter ihre Miete zahlen – Menschen im Niedriglohnsektor, in Europa und entlang der gesamten kapitalistischen Wertschöpfungskette, trifft das besonders hart; Für Menschen auf der Flucht, in Massenlagern in Griechenland oder Lybien ist die Situation dramatisch – an “social distancing” ist nicht zu denken. Nicht zu vergessen die zahlreichen isolierten älteren Menschen in Pflegeeinrichtungen, deren Kontakt zur Außenwelt vollständig einbricht.

Gleichzeitig bekommen Großkonzerne horrende Summen ausgezahlt und wie in jeder Krise gibt es natürlich auch Krisengewinner. Amazon beispielsweise hat seinen weltweiten Gewinn in 7 Tagen um 10 Milliarden gesteigert.

Die Krankheit und die Maßnahmen der Bundesregierung treffen eben nicht alle gleich, sondern vertiefen Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten, die auch vorher schon zum kapitalistischen Normalzustand gehörten. Dies wird besonders deutlich im Gesundheits- und Pflegebereich, wo der Virus auf eine durch neoliberale Politik fast komplett zerstörte Infrastruktur traf. Die Krise führt deutlich vor Augen, dass der Markt kein geeignetes Instrument ist, um die grundlegenden Bedürfnisse der Menschen zu regeln.

Beteiligt euch deshalb mit kreativen, vielfältigen Aktionen am 01. Mai am Aktionstag #GrenzenlosSolidarisch. Wenn wir uns mit Sicherheitsabstand an der Supermarktkasse anstellen können, dann können wir das auch für unteilbare Solidarität! Ob durch Plakate an öffentlichen Orten, Kundgebungen mit dem notwendigen Abstand, Mal-Aktionen oder Online-Demos. Wir werden uns auch in Zeiten von Corona nicht davon abhalten lassen, unsere Positionen in die Öffentlichkeit zu tragen!

Komm zur 1. Mai Kundgebung:
1. Mai 2020, 12 Uhr Sonnenplatz (Do-Möllerbrücke)

Hinweise:
– Bitte komm zu Fuß oder mit dem Fahrrad , meide bei der Anreise große Gruppen.
– Bring Masken für dich und andere Demonstrant*innen mit!
– Bring dein Schild, dein Transparent mit deinen Botschaften zum ersten Mai mit.
– Bleibt bei der Kundgebung auf den Markierungen
– Verzichtet bitte auf Parteienwerbung
– Achtet auf weitere Ankündigungen, insbesondere in Bezug auf weitere Auflagen oder ein Verbot / Rechtsstreit darum”

Weitere Links dazu:
https://de.indymedia.org/node/80132
https://de.indymedia.org/node/80077

Des weiteren gibt es einen kurzen anarchistischen Aufruf:
https://de.indymedia.org/node/79749

Einen kämpferischen ersten Mai!

Das Black Pigeon bleibt zu – wir liefern weiter!

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Mit den von Bundes- und Landesregierung beschlossenen Lockerungen der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Covid19-Virus (Corona) dürften wir ab dieser Woche wieder unseren Buchladen eröffnen. Wir haben uns jedoch bewusst dagegen entschieden und wollen euch hier darlegen warum:

Die Reproduktionszahl des Virus (also die Zahl die angibt, wie viele weitere Menschen ein*e Infizierte*r ansteckt) liegt derzeit bei knapp unter 1. Wenn durch die Lockerungen wieder mehr Menschen in der Öffentlichkeit unterwegs sein werden und sich in Geschäften und Schulen physisch näher kommen, besteht die Gefahr, dass die Reproduktionszahl wieder über 1 steigt – und sich das Virus somit exponentiell, also immer schneller ausbreitet. Damit das Virus eingedämmt werden kann, müsste sie jedoch auf deutlich unter 1 sinken. Abstand halten, von 1,5 bis 2 m, und Mundschutz tragen, kann zwar auch helfen die Verbreitung zu minimieren, ist aber kein Garant: Zum einen werden die meisten schonmal beim Einkaufen gemerkt haben, dass es nicht immer möglich ist, diesen Abstand einzuhalten und zum anderen ist auch umstritten, ob dieser Abstand wirklich ausreicht (https://www.merkur.de/welt/corona-abstand-forscher-zwei-meter-ansteckung-infektion-covid-19-schutz-zr-13633844.html).

Wir sind keine Virolog*innen oder Epidemolog*innen und können die Risiken deshalb nicht 100% beurteilen, doch wir sind relativ sicher, dass weiterhin Vorsicht angesagt ist. Virologen wie Christian Drosten von der Berliner Charité geben uns darin Recht: https://m.tagesspiegel.de/wissen/wir-muessen-extrem-vorsichtig-sein-drosten-und-helmholtz-forscher-warnen-vor-zweiter-covid-19-welle/25756090.html

Dass nun trotzdem Lockerungen beschlossen wurden, heißt also nicht, dass diese aus epidemologischen Standpunkten vernünftig wären. Sie sind vielmehr Wirtschaftsinteressen geschuldet: Aus der Wirtschaft ertönen schon seit einigen Wochen Rufe nach einem „Zurück zur Normalität“ (und sie kritisieren auch die derzeitigen Lockerungen dafür, dass sie noch zu wenig wären), schließlich machen Unternehmen durch die Einschränkungen Gewinneinbußen. Hier zeigt sich ein grundlegender Widerspruch zwischen Profitinteressen und Gesundheit. Die Unternehmen und Politiker*innen, die weitreichende Lockerungen fordern, wollen, dass die Wachstums- und Profitmaschinerie weiterläuft, auch wenn dadurch Menschen sterben. Wir stellen uns dagegen auf den Standpunkt des Lebens und sagen: Kapitalismus runterfahren!

Als Anarchist*innen ist es uns wichtig, bewusst, eigenverantwortlich und solidarisch zu handeln. Das bedeutet einerseits, dass wir die autoritären Maßnahmen (wie die gewaltsamen Verhinderungen von öffentlichen Protesten durch die Polizei) ablehnen, andererseits aber auch, dass wir nicht alle Spielräume ausnutzen, die rechtlich erlaubt sind. Nur weil die Regierungen uns jetzt erlauben, wieder zu öffnen, heißt es noch lange nicht, dass dies verantwortungsvoll wäre. Wir entscheiden selber, was wir tun. Und das heißt in diesem Fall: Aus Solidarität mit allen Menschen, v.a. mit Alten und Vorerkrankten, für die das Virus tödlich enden kann, bleiben wir geschlossen!

Theke mit neuer Schutzwand und Abstandsmarkierungen. Wenn wir wieder öffnen, werden wir vorbereitet sein!

Wir können verstehen, dass viele von euch das Black Pigeon vermissen, nicht nur als Buchladen, sondern auch als Raum der Begegnung. Auch wir vermissen das. Aber wir bitten euch um Verständnis, dass wir eine Öffnung zum jetzigen Zeitpunkt nicht sinnvoll finden und möchten euch anregen, auf andere Alternativen auszuweichen. Trefft euch mit euren Freund*innen und Genoss*innen online oder telefoniert miteinander.

Bücher und Lebensmittel können nach wie vor bei uns bestellt werden und wir liefern sie euch (in Dortmund und Bochum) per Fahrrad aus. Infos zu Lieferdienst und eine Liste mit allen vorrätigen Artikeln findet ihr hier.

Besonders leid tut es uns auch um das Food Sharing, über das Menschen aus der Nachbarschaft sonst mit geretteten Lebensmitteln versorgt werden. Wir bitten euch auf andere Fairteiler auszuweichen, hier findet ihr die derzeit noch geöffneten:

„Blaue Biene“ in Barop (am Surck 17, 24/7)
„Der Fette Jupp“ im Kreuzviertel (Ecke Neuer Graben/Redtenbacherstraße, meist jeden Tag 8-20 Uhr)
„Frau Lose“ (Rheinische Str. 24; Mo/Di/Do/Fr 10:30-19:30 Uhr, Sa 10:30-14:30 Uhr)
„Kostbar“ in Nette (Haberlandstr. 38, 24/7)
„Pinker Panther“ in Lanstrop (Am Burhag 14, Mo-Fr ca. 9-18 Uhr)

Des Weiteren gibt es in Dortmund an mehreren Orten „Gabenzäune“ mit Kleidung und Lebensmitteln für obdachlose Menschen. Gabenzäune gibt es in der Kesselstraße (neben dem Brückentreff), am Nordmarkt, am Dortmunder U sowie am Baukunstarchiv NRW. Eine Übersichtskarte findet ihr hier: http://umap.openstreetmap.fr/de/map/gabenzaune-dortmund_436148#15/51.5195/7.4642

Passt auf einander auf, seid solidarisch und seid trotz physischer Distanz füreinander da! Und lasst uns nach der Pandemie mit vereinter Kraft gegen dieses System kämpfen, in dem der Gesundheitssektor systematisch kaputt gespart wurde, in dem die viel beschworene Solidarität spätestens an nationalstaatlichen Grenzen aufhört und in dem vernünftige Maßnahmen zur Viruseindämmung eine Krise bedeuten – weil nämlich in ihm Wachstum und Kapitalverwertung Selbstzweck sind!

Black Pigeon bleibt vorerst geschlossen / Lieferservice

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Als Sicherheitsvorkehrung gegen die Ausbreitung des COVID-19 bleibt das Black Pigeon vorerst bis Ende April geschlossen. Darüber, wie es danach aussieht, werden wir euch informieren. In der Zwischenzeit bieten wir euch einen Lieferservice für Lebensmittel und Bücher an. Nähere Informationen dazu gibt es hier.

Falls es euch möglich ist, freuen wir uns über Spenden, die den Fortbestand des Projektes sichern.

Unsere Kontodaten:
BIC: GENO DE F1 ETK
IBAN: DE18830944950003287980

In der Zwischenzeit: Seid solidarisch miteindander und passt auf euch und einander auf! Wir sehen uns!

Bildungskurs: Ein anarchistisches Zentrum gründen & organisieren

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Anarchistische Zentren sind eine Umsetzung lokaler Selbstorganisation und revolutionärer Arbeit. Sie sind Infrastruktur und Ort zum Erfahren gelebter Solidarität und Gleichwertigkeit. Doch wie gründet mensch ein anarchistisches Zentrum? Welche Dinge gilt es dabei zu beachten? Und wie geht es nach der Gründung weiter? Diese und weitere praxisorientierte Fragen wollen wir versuchen zu klären. Weil es unbedingt notwendiges Wissen in bestimmten Bereichen gibt, wird der Kurs stärker vorstruktriert sein, bringt aber trotzdem eure eigenen Fragen und Schwerpunkte mit. Der Kurs findet im anarchistischen Zentrum Black Pigeon in Dortmund statt, welches auch als Anschaungsungsort genutzt werden kann. Der Kurs ist ein Blockkurs: Wir bitten um Voranmeldungen. Schreibt uns auch, falls ihr Übernachtungsmöglichkeiten braucht.

Termin: 22. – 23.02.2020 ganztägig
Vorbereitungstreffen: 07.02.2020, 19.00 Uhr
Ort: Black Pigeon – Dortmund
Anmeldung: radikale-bildung[at]riseup.net

Allgemein zu den Kursen

Die Kurse sind alle komplett selbstorganisiert. Das heißt es gibt zwar Personen, die sich überlegt haben was mögliche Inhalte sind, aber dies ist nur ein Input. Es gibt keinen festen Lehrplan. Am Anfang von jedem Kurs bzw. bei einem Vorbereitungstreffen oder auch später wird gemeinsamfestgelegt, womit sich später auseinandergesetzt wird. Wir geben keine Inhalte vor, sondern achten lediglich darauf, dass keine Ideen vorbereitet werden, die Herrschaft unterstützen. Die Kurse finden, wenn sie keine Blockkurse sind, wöchentlich statt. Alle Kurse sind kostenfrei. Bei Blockkursen gibt es veganes Essen gegen Spende. Bei diesen bitten wir zur Planungssicherheit um verbindliche Anmeldungen. Name oder sonstige persönliche Angaben müsst ihr bei der Anmeldung nicht mitteilen. Bei Fragen schreibt bitte an den angegebenen Kontakt.

Mehr zur schwarzen Ruhr-Uni und weitere Kurse:

schwarzerub.blackblogs.org