Radikaler Bildungskurs: Wie machen wir das mit der Revolution?

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Soziale Revolution wird oft nur als ein Schlagwort benutzt, dabei ist vielen nicht klar wie diese vonstatten gehen und wo sie hinführen soll. Genau damit wollen wir uns auseinandersetzen. Was ist das Zusammenleben, das wir erreichen wollen? Wie entmachten wir die Herrschaftsstrukturen Staat, Kapitalismus und Patriarchat? Auf welchen Wegen können wir nicht nur kleine Projekte schaffen, sondern Selbstorganisation im größeren Maßstab? Wie kommen wir vom Vereinzelten zum Gesamten? Inspirieren lassen möchten wir uns von historischen&aktuellen Revolutionen, aber vor allem auch unseren eigenen Ideen&Vorstellungen.
Der Kurs ist ein Blockkurs: Wir bitten um Voranmeldungen. Schreibt uns auch, falls ihr Übernachtungsmöglichkeiten braucht.

Termin: 27.07.-28.07.2019 ganztägig
Vorbereitungstreffen: 12.07.2019 – 19.00 Uhr
Ort: Black Pigeon – Dortmund
Anmeldung: radikale-bildung(at)riseup.net

Radikaler Bildungskurs: Vergessene Kämpfe und Erfolge

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Anarchismus wird oft aus der Geschichte gestrichen, teilweise unbewusst und teilweise bewusst. Wer weiß von den Ursprüngen des 1.Mai oder dass Anarchist*innen beinahe Hitler getötet hätten?
Die Geschichte ist voller vergessener Kämpfe, Erfolge und Niederlagen, aus denen wir lernen und Inspiration ziehen können. Wir wollen gemeinsam einige davon betrachten und gemeinsam aufarbeiten. Fragen, die wir uns dabei stellen können, sind: Was macht die Verbannung aus den Geschichtsbüchern mit unserem persönlichen Erleben und der Bewegung? Wie können wir zu einer lebendigen, nicht nur theoretischen, Erinnerungskultur kommen? Und wie hilft uns die Analyse der Vergangenheit bei der Vorbereitung auf die Zukunft?
Mögliche Themen sind: Die Revolution 1936 in Spanien, die freien Gebiete in der Ukraine, 1968 in Paris, aber auch weniger bekannte Ereignisse und freiheitliche Bewegungen, z.B. die Diggers im 17. Jahrhundert, die Red Scare (gegen Anarchist*innen) in den 1920ern in Amerika und die Black Panther/Liberation Bewegung. Oder auch etwas völlig anderes. Der Kurs ist ein Blockkurs: Wir bitten um Voranmeldungen. Schreibt uns auch, falls ihr Übernachtungsmöglichkeiten braucht.

Termin: 22.06-23.06.2019 ganztägig
Vorbereitungstreffen: 07.06.2019 – 19.00 Uhr
Ort: Black Pigeon – Dortmund
Anmeldung: radikale-bildung(at)riseup.net

Lange Theorie-Nacht

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Am 5. April haben wir eine Freitagabend-Gestaltung der etwas anderen Art für euch vorbereitet:
Statt laute Musik gibt‘s verhaltenes Murmeln und konzentrierte Stille, statt Cocktails und Longdrinks gibt‘s Kaffee und Mate.
Nachdem Glitzer & Krawall schon zweimal eine Lange Theorienacht im Black Pigeon veranstaltet haben, setzt unser Infotisch dies nun fort.
Ihr könnt die Nacht nutzen, Texte zu Lesen, für die ihr sonst keine Zeit findet und mit anderen darüber diskutieren.
Wir freuen uns wenn ihr eure Lieblingstexte beitragt (schickt uns diese vorher gerne an infotisch-dortmund [ät] riseup.net dann können wir sie für alle kopieren und ihr könnt gemeinsam lesen).

Neben einer großen Auswahl an Zines und Broschüren, wird es ein veganes Buffet geben, das euch mit vollem Magen durch die Nacht bringt.

Freitag, 5.4. – 20 Uhr bis Morgens früh, im Black Pigeon

Veranstaltet von Infotisch Dortmund (https://infotisch.noblogs.org/)

Zur Situation von Abgeschobenen, Zwangsrückgekehrten und “Kandidat*innen der Migration” am Beispiel von Sokodé/Togo (mit Aboubakari Razakou)

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Veranstaltungstour mit Aboubakari Razakou, Togoische Vereinigung der
Abgeschobenen (ATE)

Aboubakari Razakou, Koordinator der Togoischen Vereinigung der Abgeschobenen
(Association Togolaise des Expulsés – ATE), kommt vom 5. Bis 16. April auf
Einladung der Tageszeitung TAZ und des Netzwerks Afrique-Europe Interact für
eine Veranstaltungsrundreise nach Deutschland und Österreich.

Die Togoischen Vereinigung der Abgeschobenen (ATE) wurde 2008 in Sokodé, der
zweitgrößten Stadt Togos, von Menschen gegründet, die aus verschiedenen Ländern
– u.a. aus Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden – nach Togo abgeschoben
worden waren. Zum Engagement der ATE gehört praktische Unterstützung und
gegenseitige Hilfe für Menschen, die sich nach ihrer Abschiebung in prekären
Lebenslagen befinden und auch die Sensibilisierung der Gesellschaft für Fragen
rund um Migration und Rechte von Flüchtenden und Migrant*innen.

In den letzten Jahren beschäftigt sich die ATE, die als Selbstorganisation von
Abgeschobenen gegründet wurde, vermehrt mit der Situation junger Menschen, die
aus Togo flüchten, bzw. sich auf den Weg in die Migration machen.

Die ATE leistet einen Beitrag dazu, denen die weggehen wollen oder müssen, ein
realistisches Bild von den vielfältigen Gefahren für Leib und Leben auf den
Migrationsrouten zu vermitteln.

Wie viele afrikanische zivilgesellschaftliche Bewegungen erhebt die ATE darüber
hinaus ihre Stimme gegen die Menschenrechtsverletzungen und Morde entlang der
Flucht- und Migrationsrouten – und gegen ein durch die europäischen Staaten
erzwungenes Grenzregime, das Menschen sehenden Auges in der Wüste und im Meer
sterben lässt und libyschen Milizen und verschiedenen afrikanischen Regierungen
Geld dafür zahlt, Menschen um jeden Preis vonEuropa fernzuhalten.

Aboubakari Razakou wird auf seiner Veranstaltungstour von der Arbeit der ATE in
Togo berichten – und von der speziellen Situation in seiner Heimatstadt Sokodé.
Er wird außerdem das Projekt Alarme Phone Sahara vorstellen – eine praktische
Initiative afrikanischer und europäischer zivilgesellschaftlicher Organisationen
gegen die lebensgefährlichen Bedingungen auf den Flucht- und Migrationsrouten
durch die Sahel- und Saharaländer.

Tourplan:

Sa. 06.4: TAZ Lab Berlin

So. 07.04.: Dortmund
17:00 Black Pigeon, Scharnhorststr. 50, 44147 Dortmund
Veranstalter*innen: Afrique-Europe Interact + Urgence Togo

Mo. 08.04.: Veranstaltung in Bremen
Veranstalter*innen: Afrique-Europe Interact + Globale Gerechtigkeit e.V.

Di. 09.04.: Veranstaltung in Hamburg

Do. 11.04.: Veranstaltung in Nürnberg
Veranstalter*innen: Karawane Nürnberg

Fr. 12.04.: Veranstaltung in München
Bellevue di Monacco, Müllerstraße 2-6, 80469 München
Veranstalter*innen: Watch the Med – Alarmphone

13.04.: Veranstaltung Tübingen
16:00 Begegnungsstätte Hirsch
Hirschgasse 9, 72070 Tübingen

14.04.: Veranstaltung Wien

16.04.: Veranstaltungen in Berlin/Buchpräsentation Christian Jakob “Diktatoren
als Türsteher Europas”

Flucht und Migration aus Togo im Zeichen von Diktatur und sozio-ökonomischer
Krise

In den 90er und 2000er Jahren flüchteten viele Menschen aus Togo vor der
brutalen politischen Repression durch das diktatorische Eyadéma Gnassingbé
-Regime, einige von ihnen bis nach Europa. Viele von ihnen, denen eine
Anerkennung als Asylsuchende verweigert wurde, wurde seit damals abgeschoben.
Viele der Abgeschobenen sind krank oder traumatisiert, leben bis heute in Angst
vor drohender Verfolgung und haben einschließlich ausstehender Rentenansprüche
alles verloren, was sie sich im Exil erarbeitet hatten.

Heute, im Jahr 2019, hält sich das diktatorische Regime in Togo unter Faure
Gnassingbé, dem Sohn Eyadéma Gnassingbés, weiterhin durch Repression und
gestützt auf den Polizei- und Militärapparat an der Macht. Die ehemaligen
europäischen Kolonialmächte setzen bis heute auf das togoische Regime als
verlässlichen Kooperationspartner in ökonomischen, politischen und
sicherheitspolitischen Fragen – u.a. bei internationalen Militäreinsätzen in
Westafrika – und attestieren ungeachtet der Realitäten vor Ort Fortschritte der
Demokratisierung und korrekte Wahlen. Viele v.a. junge Menschen in Togo
rebellieren dagegen gegen das repressive, klientelistische und korrupte
politische System und gegen die allgegenwärtige soziale und ökonomische
Ungerechtigkeit und Prekarität, wie es sich in einer seit August 2017 begonnenen
und nie zum Stillstand gekommenen massenhaften Protestbewegung gezeigt hat.

Viele müssen jedoch vor der Repression flüchten – oder ziehen die Konsequenz,
woanders ein besseres Leben zu suchen, das eine Perspektive bietet. Seit Jahren
gehen viele junge Menschen aus Togo in andere West- und Zentralafrikanische
Staaten, u.a. nach Ghana, Nigeria oder Gabun – manche auch durch die Wüste nach
Libyen, Algerien oder über das Mittelmeer bis nach Europa. Und nicht wenige
Familien in Togo betrauern Angehörige, die in der Wüste verstorben oder im
Mittelmeer ertrunken sind oder die auf der Reise ermordet wurden.

Hintergrundinformationen: www.afrique-europe-interact.net
<http://www.afrique-europe-interact.net>

Revolution in Deutschland 1918-23 (mit Daniel Kulla)

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Die Novemberrevolution 1918 hat es gerade so ins landläufige Geschichtsbild geschafft, zumindest unter Linken geht sie noch bis Januar 1919 weiter. Der Höhepunkt der revolutionären Bewegung im Februar und März 1919 ist hingegen unter den diversen historischen Siegererzählungen fast verschwunden, was auch die Rückschau auf die weiteren Massenstreiks, Sozialisierungen und Erhebungen bis 1923 sowie die Folgegeschichte prägt. (Nazis redeten nicht gern genauer darüber, wen sie da zusammengeschossen hatten und für wen; die SPD redete gar nicht gern darüber, auf wen sie die ersten Nazis so alles hat schießen lassen; die KPD redete nicht ganz so gern darüber, auf wen geschossen wurde, wenn es nicht ihre Leute waren oder sich zumindest als solche reklamieren ließen.)

So ist das wichtigste revolutionäre Vorbild in der deutschen Geschichte genau deshalb fast vergessen, weil es in so hohem Maß selbstorganisiert war und damit nicht in die übliche nationale wie antinationale Vorstellung vom Deutschen passt, sich weder für Vereinnahmung noch als Schreckbild anbietet. Gleichermaßen in Vergessenheit geraten sind die Konsequenzen: Sowohl der Aufstieg des Nationalsozialismus als auch sein konkretes Erscheinungsbild – mehr als bei jedem anderen Faschismus eine Verkleidung als Arbeitskräfterevolution – erscheinen ohne diese Vorgeschichte kaum begreiflich. Kulla schlägt vor, die kommenden fünf Jahre der revolutionären 100. Jahrestage ab November 2018 dazu zu nutzen, diese Geschichte so sichtbar wie möglich zu machen.

Eine Veranstaltung vom Black Pigeon in Kooperation mit der Linken Liste Bochum (www.lili-rub.de)

Bildungskurs: Wie machen wir das mit der Revolution? – Vorstellungen, Strategien, Pläne

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Wir erinnern an unseren Bildungskurs: Wie machen wir das mit der Revolution? – Vorstellungen, Strategien, Pläne, im Folgenden findet ihr den Ankündigunstext:

Soziale Revolution wird oft nur als ein Schlagwort benutzt, dabei ist vielen nicht klar wie diese vonstatten gehen und wo sie hinführen soll. Genau damit wollen wir uns auseinandersetzen. Was ist das Zusammenleben, das wir erreichen wollen? Wie entmachten wir die Herrschaftsstrukturen Staat, Kapitalismus und Patriarchat? Auf welchen Wegen können wir nicht nur kleine Projekte schaffen, sondern Selbstorganisation im größeren Maßstab? Wie kommen wir vom Vereinzelten zum Gesamten? Inspirieren lassen möchten wir uns von historischen&aktuellen Revolutionen, aber vor allem auch unseren eigenen Ideen&Vorstellungen.
Der Kurs ist ein Blockkurs: Zum Vorbereitungsstreffen könnt ihr einfach so kommen, wenn ihr nur zum Kurs kommt bitten wir um Voranmeldungen. Schreibt uns auch, falls ihr Übernachtungsmöglichkeiten braucht.

Termin: 30.-31.03.2019 ganztägig
Vorbereitungstreffen: 15.03.2019 – 19.00 Uhr
Ort: Black Pigeon – Dortmund (Scharnhorststr. 50)
Anmeldung: radikale-bildung(at)riseup.net
Organisiert von der Schwarzen Ruhr Uni

Cafem #1: Selbstbestimmte Norm, Pränataldiagnostik, Behinderung und Abtreibung

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Wollen Feministinnen jede Art von Abtreibung verteidigen? Können Entscheidungen überhaupt selbstbestimmt getroffen werden? Welche Art von Wissen entsteht durch pränatale Untersuchungen? Dienen sie der Vorsorge oder sind sie behindertenfeindlich?
Kirsten Achtelik lotet in ihrem Buch das Spannungsfeld zwischen den emanzipatorischen und systemerhaltenden Potenzialen des feministischen Konzepts „Selbstbestimmung“ in Bezug auf Abtreibung aus. So mischt sie sich in die aktuellen feministischen Debatten um reproduktive Rechte ein, die mit den zunehmenden Aktivitäten und Demonstrationen von „Lebensschützern“ wieder aufgeflammt sind.
Zugleich ist es ihr Anliegen, einer neuen Generation von Aktivistinnen und Aktivisten die Gemeinsamkeiten und Konflikte der Frauen- und Behindertenbewegung sowie die inhaltlichen Differenzen zwischen Frauen mit und ohne Behinderung verständlich zu machen. Vor allem aber stellt sich Achtelik der dringend zu klärenden Frage, wie ein nicht selektives und nicht individualisiertes Konzept von Selbstbestimmung gedacht und umgesetzt werden kann.

Referentin: Kirsten Achtelik

Tag der Anarchistischen Gruppe Dortmund im Februar

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Auch im Februar bieten wir wieder jeden Dienstag zwischen 17 und 19 Uhr Programm im Black Pigeon an:

5.2. offenes Diskussionscafe:
Welche Themen liegen dir eigentlich am Herzen? Bei unserem Diskussionscafé reden wir in entspannter Runde über viele unterschiedliche Themen. Ob im großen Plenum oder in kleineren Gruppen – alles ist möglich, nichts muss.
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