Über das Black Pigeon
Wir sind ein anarchistisches Buch- und Kulturzentrum im Dortmunder Hafenviertel. Das Black Pigeon ist ein Raum, in dem sich viele Menschen und Gruppen einbringen und so anarchistische und queerfeministische Ideen gelebt werden – eine Verbindung von Theorie und Praxis. Konkret heißt dies, dass wir strömungsübergreifende politische Theorie (in Form von Büchern und Zines) anbieten, vegane Lebensmittel verkaufen und ein Foodsharingangebot bereitstellen. Darüber hinaus sind wir ein Ort an dem Veranstaltungen stattfinden, Menschen zusammenkommen und sich vernetzen können. Als anarchistischer Laden macht uns aus, dass wir die kapitalistische Gesellschaftsordnung ablehnen. Dem stellen wir einen Gegenentwurf gegenüber, der sich an den Bedürfnissen und Fähigkeiten aller Menschen orientiert. Für unseren Laden bedeutet dies, dass wir soweit wie möglich kostenfreie Angebote machen und kein Konsumzwang besteht. Ein weiterer Grundsatz besteht für uns in der Ablehnung von Herrschaft über Mensch und Tier. Das heißt für uns, wir treffen Entscheidungen basisdemokratisch und im Konsens. Teil unseres Bildungsangebotes ist die Aufklärung über vegane Lebensweisen und Tierbefreiung. Mit unserem Laden machen wir anarchistische Perspektiven sichtbar, erfahrbar und leben sie vor.
Wofür wir stehen
Wir wollen ein Ort sein, in dem sich alle mit Respekt, Akzeptanz und Wertschätzung begegnen. Hierfür braucht es ein Bewusstsein für einen diskriminierungssensiblen, solidarischen und empathischen Umgang. Das ist ein Prozess, der nie vollkommen oder abgeschlossen sein kann. Deshalb streben wir eine gemeinsame Weiterentwicklung an, indem wir, im Sinne einer fehlerfreundlichen Kultur, kontinuierlich an uns und unseren Strukturen arbeiten. In Konflikten orientieren wir uns an Ideen der Transformativen Gerechtigkeit. Unser Anspruch ist, dass wir eine zugängliche und offene Atmosphäre im Laden schaffen, sodass sich neue Menschen willkommen fühlen. Dies schließt ein, dass sich Menschen bei uns selbstbestimmt verwirklichen können. Damit dies gelingt braucht es Absprachen und Regeln, die wir gemeinsam beschließen.
Wir wollen ein Ort sein, an dem verbale und körperliche Gewalt keinen Platz haben. Expliziter Bestandteil unseres Ladens ist ein rassismus- und antisemitismuskritischer Umgang im gesellschaftlichen Diskurs sowie in konkreten individuellen Situationen. Für uns ist klar, dass bei uns im Laden (sexuelle) Belästigung, Diskriminierung, unangemessene Bewertungen von Aussehen, Eigenarten, Körper und Persönlichkeitsmerkmalen nicht akzeptiert werden. Dies schließt insbesondere Queerfeindlichkeit und Ableismus mit ein. Wir stellen uns klar gegen jede Form des Faschismus, religiösen Fanatismus und Sexismus. Ein Ziel des Ladens ist es, für die aufgezählten Diskriminierungsformen (und weitere) ein Bewusstsein zu schaffen.
„Man kommt hier rein und ist schon mitten drin“
Das Black Pigeon ist ein Ort der Begegnung, der Nachbarschaftlichkeit und der gegenseitigen Hilfe. Oft wird gemeinsam diskutiert und debattiert, manchmal kontrovers, jedoch immer konstruktiv und freundschaftlich. Für viele Menschen ist der Laden ein Treffpunkt, Netzwerk und Safer Space. Black Pigeon, das sind viele engagierte Gruppen und Einzelpersonen, ohne die der Laden nicht das wäre was er heute ist.
Das Black Pigeon Kollektiv
Ein Teil des Ganzen ist das Black Pigeon Kollektiv. Wir setzen uns zusammen aus Personen mit unterschiedlichen Erfahrungen, Ansichten und Schwerpunkten in der politischen Arbeit. Uns eint die Sympathie für die anarchistische Idee. Seit Eröffnung des Ladens sind auch immer wieder neue Menschen zu uns gestoßen. Wenn auch du Teil des Black Pigeon Kollektivs werden möchtest oder eine Veranstaltungsidee hast, komm gerne vorbei! Wir sind immer offen für neue Menschen, die mit uns zusammen den Laden organisieren und gestalten möchten.
