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Radikaler Bildungskurs (Schwarze Ruhr-Uni)

17.September 19:00 - 19.September 16:00

 

Lest hier den Ankündigungstext der Schwarzen Ruhr-Uni für die Veranstaltung:

Der (erste) Termin für unseren radikalen Bildungskurs: Wie machen wir das mit der Revolution? – Vorstellungen, Strategien, Pläne steht. Es ist der 17.09 – 19.09.2021. Am Freitag, den 17.09.2021 beginnt der Kurs um 19.00 Uhr und am Sonntag, den 19.09.2021 endet er gegen 16.00 Uhr.  Der Kurs findet im Black Pigeon in Dortmund (Scharnhorststr. 50) statt.
Zur Vorbereitung auf dem Kurs wird es am Donnerstag den 26.08 ein Onlinevorbereitungstreffen geben, näheres dazu erfhärt ihr nach der Anmeldung. Es gibt bereits einige Anmeldungen, weitere sind möglich. Momentan ist die Teilnehmer*innenzahl Corona bedingt auf 10 beschränkt. Bitte gebt bei der Anmeldung an, ob ihr geimpft seid bzw. beim Kurs vollen Impfschutz habt, dass kann organisatorisch für uns relevant sein.  Anmeldungen bitte per Mail an: radikale-bildung(at)riseup.net. Hier nochmal alle Infos zum Kurs:

 

Sich die Handlungsunfähigkeit eingestehen

An vielen Orten in der Welt brodelt es und anti-autoritäre Bewegungen werden immer stärker, so stark, dass mehr und mehr Menschen ernsthaft über Revolution nachdenken.
Aber nicht erst die anhaltende Corona-Krise zeigt, dass antiautoritäre Linke und Anarchist*innen in Deutschland weitestgehend handlungsunfähig sind. Auch die starke und und populäre Klimagerechtigkeitsbewegung hat Probleme, eine Transformations- oder Revolutionsstrategie jenseits von immer gleichen Forderungen (von denen seit Jahrzehnten nicht mal das Minimum erfüllt wird) und symbolischen Aktionen zu finden. Viele in anti-autoritären Bewegungen sind vereinzelt und sehen wegen der Starrheit der Gesellschaft und Angst vor Repressionen wenige Möglichkeiten, wirklich etwas zu verändern. Doch im Angesicht der sich verschärfenden gesellschaftlichen Krisen muss klar sein: Wir brauchen eigene, kollektive Antworten, wie wir aus der Scheiße herauskommen, die Menschen von Staat, Kapitalismus, Rassismus/Kolonialismus und Patriarchat (und anderen Herrschaftsstrukturen) eingebrockt wird. Wir müssen wissen, wie eine revolutionäre Entwicklung aussehen kann und mit ihr jetzt beginnen.

Ernsthaft auf Revolution zielen

Daher wollen wir erarbeiten, wie heute eine revolutionäre Selbstorganisation aussehen kann. Was für neue Projekte brauchen wir? Wie kommen wir dann über die Vereinzelung kleiner Projekte hinaus, hin zum Aufbau von Parallelgesellschaften¹ im größeren Maßstab? Wie können wir im Angesicht der sich verschärfenden Lage handlungsfähig werden, statt ohnmächtig zu bleiben und stets höchstens reagieren zu können? Natürlich haben wir keine fertigen Antworten, sondern wollen gemeinsam mit euch nach revolutionären Wegen suchen. Der Bildungskurs wird mindestens zwei Mal stattfinden: Einmal spezifisch für Menschen aus Bochum und Umgebung, und einmal allgemein für alle Interessierten. Eventuell bieten wir ihn dann auch nochmal für Dortmund und Umgebung an.

Konkret werden

Um nicht in einer abstrakten, utopischen Diskussion hängen zu bleiben, ist unser Vorschlag anhand von einer fiktiven Stadt und der umliegenden ländlichen Region zu überlegen, was Elemente eines herrschaftsfreien Lebens sind und wie wir jetzt anfangen können diese aufzubauen und zu verbinden und was danach die nächsten Schritte sind. Für lokale den Kurs wollen wir das konkret auf die jeweiligen Städte (Bochum und eventuell Dortmund) beziehen. Weil die Bildungskurse ein Konzept sind, wo alle Teilnehmer*innen über die Inhalte und Struktur entscheiden, wird es auch nochmal jeweils ein  Online-Vorbreitungstreffen geben (anonymer verschlüsselter Audio-Chat), wo wir Änderungen am Ablauf vornehmen können. Wenn ihr schon Interesse am Kurs habt, schreibt uns gerne eine Mail, dann schicken wir euch rechtzeitig nähere Infos und gegebenenfalls Materialien zu.

Coronasschutz, Unterkunft und Verpflegung

Die Kurse finden statt, sobald es die Pandemiesituaion zulässt; wir hoffen auf Ende August/September. Wir peilen jeweils eine Länge von zweieinhalb Tagen an. Die Teilnehmer*innenzahl wird auf 15 Personen einschließlich der Organisator*innen beschränkt sein. Am besten wäre wenn alle Menschen, die an den Kursen teilnehmen wollen bis dahin geimpft sind. Sollten Menschen teilnehmen wollen, die (noch) nicht geimpft sind, werden wir uns darum kümmern, dass Menschen an den jeweiligen Tagen gegen Spende² eine Corona-Schnelltest machen können. Ob wir (solange wir drinnen sind) Maske tragen, wird sich an der Lage dann orientieren. Weitere Informationen bezüglich des Gesundheitsschutzes wird es einige Wochen vor den Kursen geben.
Für Menschen von außerhalb werden wir eine dezentrale Schlaf-Unterbringung organisieren. Falls ihr Schlafplätze braucht schreibt uns das bitte. Es wird wie immer auch veganes Essen gegen Spende geben¹.

1. Exerzitium: Wie würde ein anarchistisches Programm aussehen? (Crimethinc)
2. 16 things you can do to be ungovernable – ps. fuck Biden

Termin: 17.09.-19.09.2021
Vorbereitungstreffen: Einige Wochen vorher (Online)
Ort: Dortmund (Allgemein) und Bochum (Lokal für Bochum)
Anmeldung: radikale-bildung(at)riseup.net

Wir möchten den sonst negativ besetzen Begriff der Parallelgeselschaft aufgreifen und positiv benutzten, weil er für uns in vielerlei Hinsicht passende beschreibt was wir wollen: Netzwerke und Strukturen die eigene Gemeinschaften in allen Lebensbereichen bilden und sich nicht als Teil der bestehenden Gesellschaftsordnung sehen. Parallelgesellschaften, sollen für uns kein reiner Ausstieg aus der jetzigen Gesellschaft sein, sondern Keimzelle von neuen Gesellschaften, die die jetzige komplett ersetzen/zerstören.
²Spende heißt, wenn ihr kein Geld geben könnt, müsst ihr auch nichts geben.

Details

Beginn:
17.September 19:00
Ende:
19.September 16:00

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