Vegane Spuren und Pfade – Zur Geschichte des Veganismus und dessen Zukunft jenseits des Vegan-Hypes –

bild-veranstaltung

Im November 1944 wurde in England die Vegan Society gegründet. Aus Anlass des fünfzigjährigen Geburtstages der Vegan Society wurde der 1. November zum World Vegan Day (Weltvegantag) erklärt. Könnte es einen passenderen Tag geben, um sich mit der Geschichte des Veganismus oder allgemeiner der veganen Bewegung zu beschäftigen?

Wie kam es zur Gründung der Vegan Society? Mit welchen Themen beschäftigten sich deren GründerInnen, wie sah die Programmatik ihres Zusammenschlusses aus? War „vegan“ eine ganz neue Idee oder gab es VorläuferInnen der Vegan Society? Wie ist die Vegan-Bewegung im deutschsprachigen Raum aufgenommen worden und gewachsen? Inwiefern ist sie (motivational) mit der Tierrechts-/Tierbefreiungsbewegung verbunden?

In dem Hauptteil des Vortrags werden diese historischen veganen Spuren näher betrachtet werden, nicht zuletzt auch um einen Blick auf die Gegenwart und Zukunft zu werfen.
Denn in Sachen „vegan“ hat sich seit den 40er Jahren zweifelsfrei einiges getan. Seit einigen Jahren ist „vegan“ in aller Munde. In den großen Buchketten verstauben vereinzelte vegane Kochbücher nicht mehr in den Regalen, sondern eine größere Auswahl wird verkaufsfördernd ausgestellt. In Fernsehsendungen servieren uns vegane KöchInnen ihre Kreationen und Betrachtungsweisen.

„Der Veganer“ wird nicht mehr (ausschließlich als Zerrbild) als verbitterter, humorloser, menschenfeindlicher Appetitverderber, der anderen seine Befindlichkeiten und wirren Ansichten eintrichtern will, präsentiert: Die „neuen, fröhlichen Veganer“, so wird es verkündet, sind nicht mehr „dogmatisch“ und kommen nicht mit einem „Weltverbesserungsgehabe“ daher. Selbst die „Fleischindustrie“ hat ihr Herz entdeckt – ihr Herz für den Vegan-Markt, während in den Schlachthöfen das Mordsgeschäft auf Kosten der Tiere weiterläuft.

Spätestens hier müsste jedeR stutzig werden, für die/den „vegan“ mehr bedeutet, als eine private Ansicht:
– Haben wir (als VeganerInnen) schon „gewonnen“, wenn selbst die „Fleischindustrie“, nun „vegan“ für sich entdeckt hat? Wie gehen wir damit um?
– Ist es ein bloßer Zufall, wenn sich ein Großteil der unzähligen pro-veganen Publikationen um Themen wie Fitness, Gewichtsreduktion und jugendlichem Aussehen dreht?
Ist dies ein Weg nach Vegantopia?

Kontakt zu Veranstaltenden: rust-forever@gmx.de

Facebook Veranstaltung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.