Buchvorstellung: Encyclopédie des Nuisances: Tyrannei der Geschwindigkeit

Das Pamphlet gegen die „Tyrannei der Geschwindigkeit“ wurde Anfang der 1990er Jahre anlässlich der Erweiterung des französischen Hochgeschwindigkeitsbahnnetzes geschrieben. Einige Leute aus dem Umfeld des Protests gegen das Bahnhofsumbauprojekt Stuttgart 21 haben es jetzt in überarbeiteter deutscher Fassung neu herausgegeben. Am Beispiel des Reisens und der Mobilität kritisieren die Autoren den technischen Fortschritt unter kapitalistischen Bedingungen, der mehr Freiheit verspricht, uns aber stattdessen in immer neue Abhängigkeiten verstrickt. Es reicht ihrer Meinung nach nicht aus, […]

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Auf dem Weg – Gelebte Utopie einer Kooperative in Venezuela

In Barquisimeto, einer Millionenstadt im Westen Venezuelas experimentiert der Kooperativenverbund Cecosesola seit mehr als vier Jahrzehnten mit Selbstverwaltung und Basisdemokratie. Die Kooperativistas betreiben große Gemüsemärkte, produzieren Lebensmittel und bieten Gesundheitsversorgung und andere Dienstleistungen an. Sie arbeiten ohne Chefs, entscheiden im Konsens, bewältigen die Aufgaben im Rotationsverfahren und stellen immer wieder alles in Frage. Große und kleine Themen werden ständig in Versammlungen gemeinsam besprochen. Mit diesen Prinzipien ist es ihnen gelungen, die übliche Bürokratisierung langlebiger Großprojekte […]

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Die Arbeitsgesellschaft ohne Arbeit – die Entwicklung des Arbeitsbegriffes und die Bedeutungen dessen für das Verständnis von Gesellschaft heute

Ort: Concordiart, Wambelerstr. 4, Dortmund Über Jahrtausende hinweg war die Arbeit als notwendiges Übel verschrien, als Opfer das man bringen muss, um den Müßiggang genießen zu können. Doch in der Neuzeit wandelte sich der Begriff. Arbeit wurde von einer gering geschätzten bis verhassten Tätigkeit zu einer moralisch und anthropologisch überhöhten. Wie kam es zu dieser radikalen Umdeutung? Welche Rolle spielte hier die ‘Erfindung’ des Eigentums, welche Rolle die Ausbreitung des Protestantismus’ in Mitteleuropa und welche […]

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Vortrag zu Albert Camus

Einer der unbestechlichsten Linken seiner Zeit (Mitte 1930 – Ende 1950) in Frankreich. Während Jean Paul Satre bspw. mit dem stalinistischen Regime noch haderte, bis er  1956, diesem eine Absage erteilte. Camus beschrieb unbequemes für viele aus der Linken. Einige orthodoxe Marxisten sahen in ihm gar einen „Konterrevolutionär“. Er verurteilte das stal. GULAG-System. Camus mißbilligte schärfstens die Unterdrückung linker emanzipatorischer Bewegungen im Realsozialismus. Hielt reden vor der Pariser Arbeiterbörse. So 1956, beim Aufstand in Ungarn. […]

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